Der Deutsche Fußballbund zeichnet die leistungsorientierte Nachwuchsförderung des Jugendfußballs im BSV aus.

Fritz Walter MedailleSchrifltich war es bereits angekündigt, nun wurde es im Rahmen einer Feierstunde beim DFB in Stuttgart amtlich. Sven Frommer und Helmut Remfert nahmen stellvertretend für den Fußball im BSV an dieser besonderen Veranstaltung teil. Der Deutsche Fußball- und Leichtathletikverband NW zeichnet die leistungsorientierte Nachwuchsförderun des Jugendfußballs im BSV mit besonderen Ehren aus. "Wir freuen uns sehr, dass mit dieser besonderen Auszeichnung die Anstrengungen in der Abteilung rund um eine leistungs- und altersgerechte Fußballausbildung der jungen Talente gewürdigt wird und sind stolz auf die Ehrenamtlichen in der Abteilung, die sich allesamt diesem gemeinsamen Ziel verantwortlich fühlen", machen die Vorsitzenden in einem ersten Statement deutlich. Der Deutsche Fußballbund sieht eine gerade Linie von der Förderung und Unterstützung der fußballbegeisterten Mädchen und Jungen im Verein bis hin in die Spitze der Nationalmannschaften. Die Nationalspieler kommen nicht im Nationaltrikot zur Welt, sondern werden über viele Jahre und mit großen Anstrengungen zu ihrem Ziel geführt. Wohl war. Aber nicht jede(r) wird dieses große Ziel erreichen können und es kommt auch darauf an, auf dem Weg dorthin nicht die vielen anderen zu verlieren. Der Spagat zwischen Breiten- und Leistungssport, Förderung und möglicher Überforderung ist nicht immer einfach zu lösen. "Die breit aufgestellte Abteilung im BSV hat darauf gute Antworten und Konzepte, die sich nunmehr mit diesen Ehren einmal mehr bezahlt machen", wissen die Vorsitzenden. Konkret geht es um die wesentlichen Unterstützungen in der leistungsorientierten Ausbildung von Sophia Kleinherne. Die Abwehrspielerin in Diensten des DFB, die ihr Debüt in der Nationalmannschaft im Länderspiel Deutschland - Schweiz, UEFA U17-EM der Frauen feierte, genoss auch die Unterstützung innerhalb des BSV Ostbevern. Bilang verzeichnet sie 5 Einsätze in der Nationalmannschaft, und es sind sicherlich nicht die letzten. Die Ehrung und symbolische Schecküberreichung an den BSV findet am 25. März 2017 im Rahmen der DFB Hallenmeisterschaften der C- und B-Junioren in Gevelsberg statt.

 Barbara Feikus und Michael Beckmann

Michael Beckmann und Barbara Feikus, 1. Vorsitzende

Nicht nur dem Wetter sieht man es an: Die Sommerpause ist vorbei. Die Ruhe in den Abteilungen, wenn es sie überhaupt gegeben hat, auch. Grund genug, den Blick von der Sofakante zu richten auf die Teams und ihre Vorbereitungen. Allen voran das Zugpferd des BSV in der Volleyballabteilung. In der 3. Liga West wird zwar erst am 16. September gegen den SSF Bonn aufgeschlagen, die Vorbereitungen auf die Saison laufen aber schon auf Hochtouren. Trainer Dominik Münch hält dabei noch ein Ass im Ärmel. Es besteht Grund zu der Annahme, dass mit Wiebke Silge das herausragende Jugendtalent des BSV an ihre Heimstadt zurückkehrt. Die 56 fache Nationalspielerin kehrt voraussichtlich studienbedingt in ihre Heimat zurück. Gelingt dies, wird sie das Team des BSV erheblich unterstützen können. Am 24. September dann beginnt die Präsentation des Teams in eigener Halle, ein Highlight mehr im Sportkalender der Beveranerinnen.

Die Fußballdamen des BSV starten neu und optimistisch in eine weitere Saison in der Westfalenliga. Zuletzt lief es über weite Strecken nicht so gut, was sich in dieser Saison deutlich ändern soll. Hier geht es am 10. September in Ibbenbüren los, bevor am 17. September gegen den FC Dröschede das erste Heimspiel ansteht. Volles Programm bis dahin hat Trainer Adrew Celiker und Co-Trainerin Verena Seiling verordnet. Das Team hat Ambitionen, das Beverstadion zu rocken! Ein muss also für alle Fans.

Das Saisonziel der 1. Fußballherren hängt in diesem Jahr etwas tiefer. Klassenerhalt ist die Marschrichtung, alles weitere darf sich aber ruhig ergeben. Das Team findet sich neu, nicht zuletzt wegen der Abgänge einiger Leistungsträger und den personellen Umbau. Die Integration von A-Junioren in das Team und die Teambildung stehen für Trainer Sven Frommer nun in der Vorbereitung im Vordergrund. Das erste Spiel findet am 27. August im Beverstadion statt. Unterstützung ist herzlich willkommen!

Die Kegler des BSV müssen ihre Kugeln nicht erst aufpusten. Mit zwei Teams startet Blau-Weiß in der Oberliege und wird auch in diesem Jahr sportlich ein gehöriges Wörtchen mitreden. Beide Teams spielen in unterschiedlichen Ligen, so dass ein aufeinandertreffen nicht ansteht. So hat zumindest die Erstvertretung den Aufstieg im Visier. Die dritte Mannschaft startet in der Kreisliga und wird in dieser Saison erstmals vom starken Nachwuchs unterstützt. Die Investition in die Jugend hat tolle Spuren hinterlassen. Start in die Saison ist der 2. September. Wir wünschen gut Holz!

Den mit Abstand kleinsten Ball verwenden die Tischtennisexperten des BSV. Die 1. Herren schlägt weiterhin in der Bezirksliga auf und muss in diesem Jahr den studienbedingten Weggang von Leistungsträger Daniel Berges verkraften. Der erweiterte Kader aus 1. und 2. Herren, eine neue 3. Mannschaft versprechen eine Saison, die gerne so verlaufen darf wie die letzte. Dort stand am Ende der 4. Tabellenplatz. Am 2. September schlägt das Team beim SC Westfalia Kinderhaus auf, das erste Heimspiel steht dann am 9. September gegen den SuS Neuenkirchen an. Warum eigentlich mal nicht in die Turnhalle der Josef-Annegarnschule gehen?!

Es ist also viel los auf den Plätzen, in den Hallen und auf den Bahnen. Für die Abteilungen, die nicht am regelmäßigen Spielbetrieb teilnehmen, beginnt der Sportbetrieb in der Regel nach den Ferien. Alle laden herzlich zur Teilnahme ein. Mehr Informationen zu den aktuellen Ereignissen finden sich im jeweiligen sportlichen Bereich dieser Internetseiten. Viel Spaß!

Eine Institution nimmt leise Abschied

MarthaBrandt VerabschiedungGenerationen von Kindern und heutigen Erwachsenen werden erstaunt sich die Augen reiben. Wie ist doch nur die Zeit vergangen! So ist das nun mal mit dem älter werden und auch eine Person des BSV Ostbevern, die untrennbar über mittlerweile Jahrzehnte mit dem Verein, aber insbesondere mit seinen Kindern verbunden ist, nahm nun im Rahmen einer kleinen Feierstunde ebenfalls Abschied von der aktiven Tätigkeit als Übungsleiterin. Martha Brandt geht in den sportlichen Ruhestand. So genau wussten es die Anwesenden gar nicht auszudrücken, ja wovon denn. Denn Martha Brandt ist Personalunion im Ort. Unzählige Gruppen auch im BSV, aber weit darüber hinaus wurden und werden zum Teil auch noch von ihr begleitet. Und so verschwindet Martha nicht aus dem Dorfleben und dem aktiven Dasein, aber für das Kinderturnen und die damit verbundenen Anstrengungen auch als Übungsleiterin war es nun Zeit, Servus zu sagen. Mit sehr großem Respekt und Anerkennung würdigten nicht nur die Vorsitzenden des BSV Barbara Feikus und Michael Beckmann das Wirken von Martha. Auch Bürgermeister Wolfgang Annen ließ es sich nicht nehmen, bei der Verabschiedung würdigende Worte für die Valanz des Kinder- und Turnsports zu finden. Die Bewegung und Gesundheit der Kinder im Turnen, aber auch im Wasser, auf dem Sportplatz und überall dort, wo man Bewegung erfahren kann, war ihr seid ihrer frühesten Jugend immer ein Auftrag. So war es zwangsläufig, dass Martha auch im jungen BSV das Heft in die Hand nahm. Fortbildung für Fortbildung absolvierte sie selber, um immer auf der Höhe der Zeit des Turn- und Bodensports zu bleiben. Und erlebte so manch einen Trend, über den die heutige Sportpädagogik oft nur rätseln kann. So erinnern sich viele Teilnehmer von früheren Generalversammlungen des BSV daran, dass der Aufbau für ein Circle Training schon damals für eine Übungsleiterin alleine sehr beschwerlich war. Und da sich die Verwendung unterschiedlichster Sportgeräte gerade im Turnsport sehr oft festmachen lässt mit Auf- und Abbau, Sichern, Verrücken und vielen mehr, aber auch die Anforderungen an eine Übungsleitung nicht weniger geworden sind, war es nun Zeit, anzuerkennen, dass ein Generationenwechsel gut tut. Martha Brandt könnte sicherlich über das halbe Dorf, die Talente im Sport und manchmal auch die anderen berichten und eine (Auto-) Biografie hätte sicherlich auch viel amüsantes zu bieten. Ihr bleibt die Erkenntnis, dass sie noch weit vor jeder anderen Sportart im Beverdorf nahezu jedes geborene Kind bereits in frühesten Kindheitstagen bereits in den Turnhallen begrüßt und begleitet hat. Highlight natürlich nicht nur das sportliche treiben, sondern für viele Kinder und Eltern die von Martha oft mit dem Jugendausschuss des BSV, später mit anderen Abteilungen oder auch allein organisierten Nikolaustütenaktionen, die mitunter hunderte Kinder anlockte. Mit Martha Brandt geht also eine Institution in den Ruhestand, aber aus den Köpfen ist sie nicht und wie erwähnt, bei vielen anderen Aktivitäten nach wie vor präsent. Alles gute Martha, tönt es also von allen Seiten!

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Testspiele in anderen Orten, Testspiele im Beverdorf und die regelmäßigen Trainingseinheiten immer Freitag nachmittags im Beverstadion, das ist seit mehr als zwei Jahren bereits bekannt. Die Initiatoren dieses integrativen Elements der Flüchtlingshilfe in Ostbevern setzen nun aber noch einen drauf. Die Gruppe um Albert Pries und Hubert Harmann hat nun für den 17.06.2016 ab 13.30 Uhr ein eigenes Turnier organisiert und freut sich auf Zusagen aus dem Beverdorf und dem Umland.

Alfons Brune, Hubert Harmann, Clemens Kerkhoff, Egon Krampe, Albert Pries und Friedel Störmann leisten ganze Arbeit und sind bestes Beispiel für gelebte Integration. Sie stehen Woche für Woche im Beverstadion Pate dafür, dass der Sport verbindet und Grenzen überwindet. Aber es wird nicht einfach nur gekickt an den Freitag Nachmittagen. Das Sextett formte in den vergangenen Jahren ein Team, welches durchaus mit etablierten Mannschaften mithalten kann. Es herrscht auch Fluktuation in den Trainingsgruppen, aber ein beständiger Kern bis hin zu einigen Jugendlichen aus dem B-Jugendkader sorgt auch für Kontinuität. Mit dem nun für den 17.06.2017 organisierten Turnier, an dem insgesamt sechs Mannschaften teilnehmen, erreicht die integrative Arbeit einen neuen Höhepunkt. Die Planungen hierfür laufen seit vielen Wochen und unter Beteiligung vieler weiterer globale Player im Beverdorf. Verantwortliche des BSV, der Pfarrcaritas und WI(H)R Gruppe, der Gemeinde und weitere Ehrenamtliche wie Schiedsrichter und Gruppen für das Catering wurden angesprochen und waren zumeist sofort Feuer und Flamme. So steht nun ein Programm, welches neben dem sportlichen auch abseits des Platzes einiges zu bieten hat. Die Versorgung aller Spieler und Gäste erfolgt zu moderaten und fairen Preisen und berücksichtigt auch landestypische Spezifika. Wenn dann um ca. 17.30 Uhr der letzte Pfiff ertönt ist, können auch die Siegerehrungen vorgenommen werden. Attraktive Preise locken zur sportlichen Höchstleistung und hoffentlich viele Zuschauer ins Stadion. Dass niemand sich um seine Gesundheit Sorgen machen muss, dafür sorgt die Unterstützung des DRK.

„Wir freuen uns sehr auf dieses Turnier, welches auch ein Dank an unsere Trainingsgruppe darstellt“, lässt sich Albert Pries entlocken. „Wir danken allen Beteiligten, die dies – aber auch die regelmäßigen Trainingseinheiten z. B. mit Spenden und sonstiger Unterstützung möglich machen – für ihr Engagement und freuen uns mit unserem Team, die internationale Auswahl der Flüchtlinge in Ostbevern, unsere Weltauswahl auf eine tollen sportlichen Tag im Beverstadion!“

Die teilnehmenden Mannschaften

BSV Ostbevern A I, BSV Ostbevern B I, Spielvereinigung Amnisia/GW Rheine B 1, Christliche Gemeinde Ostbevern, Jugendwerk Ostbevern und die Weltauswahl der Flüchtlinge Ostbevern.

Sport mit Flüchtlingen - Sextett des BSV ausgezeichnet!

Niemand, der täglich die Nachrichten sieht und hört, kam in den vergangenen Jahren und auch immer noch nicht an den Schlagzeilen vorbei, die sich mit den Schicksalen der Flüchtenden aus den Krisenregionen der Welt befassen. Die Flucht nach Europa und für viele nach Deutschland bedeutet oftmals die sichere Rettung von Hunger, Verfolgung und Tod. In Deutschland angekommen beginnt für die Flüchtlinge dann ein neuer Abschnitt der Flucht, das Warten auf Anerkennung ihres Flüchtlingsstatus und im Asylverfahren. Der Sport in Ostbevern und im BSV hat auf sehr unkompliziertem Weg zusammen mit der Gemeinde und vielen anderen dafür gesorgt, dass die Kommune und ihre Bürger der Verpflichtung zur Unterbringung der Menschen, die Ostbevern zugeteilt wurden, nachkommen kann. Beschäftigungsverbote und mangelnde Möglichkeiten auch aufgrund von Sprachbarrieren an den Angeboten der Gesellschaft im Dorf teilzunehmen lassen wenig Raum, die Langeweile des Tages in den Flüchtlingsunterkünften zu beseitigen. Viele Initiativen und Privatpersonen im Beverdorf setzen sich seit geraumer Zeit dafür ein, durch Sprachkurse, Aktionen und Initiativen den in Ostbevern gestrandeten einen Neustart zu ermöglichen und Integration zu leben. Allen verdient höchster Respekt und Anerkennung!

Wenn wir an den BSVler des Jahres denken, und die Gelegenheit nutzen, einen besonderen Blick für den Sport zu riskieren, dann kommen wir an einer Initiative nicht vorbei. Auch wenn wir gar nicht sicher sind, ob es nun dem BSV, der Kirchengemeinde der Gruppe W(I)HR oder wie auch immer zuzuordnen ist. Wenn wir die Akteure selber fragen würden, wäre es ihnen vermutlich egal, in eine Schublade gepackt zu werden. Sie üben ihr Engagement aus fester Überzeugung zur Hilfe für die Flüchtlinge aus.

Ob es nun daran liegt, dass sie allesamt das Rentenalter erreicht haben, dass sie selber über viele Jahre aktiv gegen den Ball getreten haben oder dass sie nach wie vor dem Fußball seine besten Seiten auch beim Zuschauen abgewinnen können, dass wissen wir nicht. Wir wissen: Es ist eine feste Gemeinschaft entstanden, die sich Freitag für Freitag im Beverstadion trifft, die sich bei allem Mix der Nationen gefunden hat und auch Sprachbarrieren überwindet. Da wird auch schon mal mit Händen und Füßen gestikuliert. Freundschaftsspiele werden organisiert, an Turnieren teilgenommen und nun für den 17. Juni im Beverstadion ein eigenes Turnier vorbereitet. Aber auch die persönlichen Schicksale sind nicht gleichgültig und so interessiert auch immer der Mensch hinter dem Trikot.

In alphabetischer Reihenfolge: Alfons Brune, Hubert Harmann, Clemens Kerkhoff, Egon Krampe, Albert Pries und Friedel Störmann leisten ganze Arbeit und sind bestes Beispiel für gelebte Integration. Wir freuen uns ganz besonders, das Quartett als BSVler des Jahres 2017 auszeichnen zu dürfen!